Geldsorgen ade

Jeder wünscht es sich, doch gerade einmal zwei Prozent, man lasse es sich auf der Zunge zergehen, zwei von 100, schaffen es tatsächlich: Reich zu sein.
Egal ob man es durch harte Arbeit schafft, durch Erbschaft oder Glück, jeder will es. Zu beachten ist allerdings, dass Nummer Eins wohl die befriedigensde Variante und Drei die Unwahrscheinlichste ist.
Ab wann ist man aber „reich“? Die Standardformel für den nüchternen Ökonomen lautet in etwa so: Man muss von den Erträgen des eigenen Vermögens leben können. Das allein ist nun noch nicht sonderlich aufschlussreich.
Egal ob man in Festgeld oder Sparbuch, Fonds oder Aktienderivate anlegt, es muss ausreichen, den eigenen Lebensstandard zu sichern.

Auch das bedarf wohl weiterer Erklärung: Man geht meist davon aus, dass man ab rund einer Million Euro Vermögen –besser real als in Wertgegenständen- reich ist, denn bei solch einem Vermögen sind Erträge, wiederum egal ob Rendite oder Festgeldzinsen, von bis zu 100 000 Euro per annum möglich. Für ein Mitglied der High Society ist es allerdings sicher schicklicher von den Einnahmen aus Aktienfonds zu erzählen als über ein schnödes Sparbuch zu palavern. Jedenfalls sind 100 000 ein Jahresverdienst mit dem es sich schon ganz gut leben lässt, auf ein Monatseinkommen umgerechnet sind dies rund 8000 Euro.
Damit ist zumindest einmal klargestellt, wie ein Finanzberater sie als reich oder besser als finanziell unabhängig einstufen würde.

Dann ist man sowieso in einer Position, in der einen Finanzunternehmen recht gern haben und schon einmal etwas intensiver umwerben.
Das Problem ist, wie vermutlich auch jedem Leser klar ist, viel mehr, wie man in diese Situation kommt, in der finanziell alles so einfach zu sein scheint.
Wer sich nun einschlägige Tipps in diese Richtung erwartet hat, den muss ich an dieser Stelle leider enttäuschen. Ich schließe lieber mit dem treffenden Sprichwort:
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

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